Ein Jahr (es geht voran) – 365 Tage Lüneburg

Keine Atempause
Geschichte wird gemacht
Es geht voran (Fehlfarben)

Nun ist der Frühling endlich da! Er hat sich zwar etwas Zeit gelassen. Aber er konnte ja auch nicht wissen, dass Ostern dieses Jahr so früh liegt. Das mit dem Osterfeuer haben wir dann in diesem Jahr doch gelassen. Mit dem Fahrrad über tief verschneite Wege bis nach Erbstorf fahren, war mir nicht nur zu ungemütlich, sondern einfach zu gefährlich. Zum Glück bekamen wir spontan noch einen Tisch im Brauhaus Nolte. Und so konnte mein Mann endlich einmal eine lokale Spezialität ausprobieren: den Stint. Der hat ja auch gerade Saison, und als Lüneburger, habe ich mir sagen lassen, sollte man den unbedingt mal probiert haben. Ich als absolute Nicht-Fischesserin bin da allerdings raus. Das Putenschnitzel war aber auch lecker, und da ich weiß, dass bei Nolte Wert gelegt wird auf regionale Zutaten und Fleisch aus artgerechter Haltung, hatte ich sogar ein gutes Gewissen.

Dass dass selbstgebraute Nolte-Bier gut schmeckt, muss ich nicht noch einmal erwähnen. Beeindruckt war ich aber auch von der Auswahl der selbstgebrannten Schnäpse, durch die ich mich im Lauf der nächsten Besuche dann einmal durchprobieren muss. Mit dem Kümmel und dem Aquavit haben wir zumindest einen Anfang gemacht.

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Für Fischliebhaber ein ganz besonderer Genuss: der Stint.

Currywurst und Pommes zum Einjährigen

Am vergangenen Freitag gab es dann etwas zu feiern: ein Jahr Lüneburg! Wie feiert man das stilvoll? In unserem Fall mit Currywurst und Pommes Frites. Wir erinnern uns: Vor einem Jahr kamen wir spät abends nach einem anstrengenden Umzugstag hier in Lüneburg an – und der Sun Grill, auf den wir uns so gefreut hatten, machte vor unserer Nase zu. Das sollte uns nicht noch einmal passieren! Also wurde die gute Wurst, die ich auf dem Wochenmarkt erworben hatte, selbst auf den Grill gelegt. Dazu die legendäre Currysauce nach dem Sansibar-Rezept. Und an Frittierfett mangelt es ja auch nicht, wenn der Gatte in der der Speisefett- und Ölindustrie arbeitet. Ich sag nur: lecker!

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Nun möchte ich nicht schon wieder zu einem großen Rückblick ausholen. Er würde nicht viel anders ausfallen als zum Jahresende. Aber, wie schon erwähnt, es ist Frühling – die Natur erwacht, und mit ihr die Lebensgeister. Ich habe jetzt große Lust, Lüneburg und das Umland weiter zu erkunden. Hier sind einige Dinge, die ich mir vorgenommen habe:

Kloster, American Football, Schiffshebewerk und ganz viel Lüneburger Heide

Das Kloster Lüne liegt ja wirklich ganz bei uns in der Nähe und ich bin schon unzählige Male daran vorbeigekommen. Leider kann man es nur im Rahmen einer Führung besichtigen, und die finden in den Wintermonaten nicht statt. Nun ist aber die Winterpause endlich vorbei, also werde ich mich bald zu einer Führung anmelden. Vielleicht warte ich noch ein paar Wochen, weil dann der Klostergarten sicher noch schöner ist.

Auch das Schiffshebewerk Scharnebeck haben wir uns bereits einmal angeschaut. Und wir hatten sogar das Glück, dass gerade ein Schiff die Anlage passierte. Es ist schon faszinierend zu sehen, wenn so ein Schiff in das Becken fährt und dann quasi wie mit einem Aufzug herauf- oder hinunter gefahren wird. Die dazugehörige Ausstellungshalle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen war allerdings in den Wintermonaten ebenfalls geschlossen. Daher steht auch hier noch ein weiterer Besuch an.

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Ein Schiff passiert das Schiffshebewerk Scharnebeck.

Das Schiffshebewerk soll übrigens in Zukunft einer modernen Schleuse weichen. Dann werden auch größere Schiffe den Elbeseitenkanal nutzen können. Bis dahin dauert es allerdings noch etwas:  Die Bauarbeiten wurden gerade noch einmal um drei Jahre verschoben und werden nicht vor dem Jahr 2028 beginnen.

Zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, dass Lüneburg eine American Football Manschaft hat, die Razorbacks.  Als ich noch im Rheinland lebte, habe ich mir manchmal die Spiele von Düsseldorf Rhein Fire angeschaut (das Team wurde leider 2007 aufgelöst). Nicht, dass ich jemals die Regeln verstanden hätte. Aber es war einfach immer eine super Stimmung im Stadion. Mal sehen, ob das beim ersten Saisonspiel der Razorbacks am 28. April auch so ist.

Sobald es wärmer wird, möchte ich unbedingt die Lüneburger Heide noch mehr erkunden. Einen ersten Vorgeschmack habe ich schon am Wilseder Berg und am Lopausee bekommen. Da steht auf jeden Fall noch die eine oder andere Wanderung und Radtour an.

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Wenn die Heide erst blüht, wird es hier noch viel schöner aussehen!

Außerdem habe ich mich gefragt: warum war ich eigentlich noch nie an beziehungsweise in der Leuphana? Dass ich nicht mehr als Studentin durchgehe, ist mir schon klar. Aber das soll mich ja nicht davon abhalten, mir einmal den neuen Libeskind-Bau der Universität anzuschauen.

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© Norbert Falkenhagen/germanfoto.de

Darauf freue ich mich in den nächsten Monaten in Lüneburg

Jetzt wo der Winterschlaf endgültig vorbei ist, geht es gleich Schlag auf Schlag mit den Veranstaltungen in Lüneburg. Am Freitag, den 13. April freue ich mich auf die 1. Quali der Lünepost-Karaoke im September. Das wird auf jeden Fall ein großer Spaß! Das Finale läuft ja traditionell am Sonntagabend zum Ausklang des Stadtfestes. Allerdings beginnt am 14. Juni die Fußball-WM 2018. Und ausgerechnet am Sonntag, den 17. Juni ist für 18 Uhr das erste Spiel der deutschen Manschaft angesetzt. Die Lünepost zeigt sich im 25. Jahr der Veranstaltung flexibel und verlegt das Karaoke-Finale kurzerhand auf 14 Uhr. Apropos Fußball-WM: Wo kann man denn eigentlich in Lüneburg Rudelgucken?

Kulturell auf einem ganz anderen Niveau bewege ich mich dann am Sonntag, den 15. April: In der KulturBäckerei wird Die Zauberflöte dargeboten. Hm, eine Oper in der KulturBäckerei, fragst Du Dich jetzt vielleicht? Ja und nein. Es handelt sich um eine Version für Quartett – Flöte, Violine, Viola und Cello – die ein Zeitgenosse Mozarts einst geschaffen hat. Begleitet wird die musikalische Darbietung von Thomas Ney, der als Sprecher nicht nur alle Rollen spricht, sondern auch Regieanweisungen vorträgt. Das klingt wirklich interessant, finde ich!

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Um bei der KulturBäckerei zu bleiben: Bereits am nächsten Tag wird dort die Ausstellung von Anja Struck eröffnet. Bei einem Besuch des historischen Weihnachtsmarktes in der Altstadt habe ich mich einmal zufällig in ihrem Atelier verirrt. Die Bilder haben mich gleich angesprochen.

Frühjahrsmarkt, Food Truck Sunday und 1. Lüneburger Hundetage

Am 27. April beginnt dann der Lüneburger Frühjahrsmarkt – eine Veranstaltung, die ich bisher noch nicht besucht habe. Da es sich offensichtlich um eine Art Jahrmarkt handelt, bin ich nicht sicher, ob das unbedingt so meins ist. Aber dann kommt schon der Mai. Und in den muss man natürlich traditionell reintanzen. Ich hoffe auf gutes Wetter und plane für einen Abend in Schröders Garten, der am 30. April mit dem Tanz in den Mai gleichzeitig seine Wiedereröffnung feiert. Und wenn ich mir die Liste der interessierten Personen auf Facebook anschaue, habe ich den Eindruck, ich werde da eine Menge Freunde treffen und Bekannte treffen. Dabei fällt mir erst auf, wie viele Leute ich hier in dem einen Jahr schon kennengelernt habe, Wahnsinn!

Der Mai gönnt uns keine Pause, ein Event jagt das nächste: Am 6. Mai findet der Food Truck Sunday Lüneburg statt. Und am darauffolgenden Wochenende gibt es dann eine echte Premiere: Vom 11. bis 13 Mai finden die ersten Lüneburger Hundetage statt. Von Freitag bis Sonntag dreht sich hier alles um unsere lieben Vierbeiner, von DVG-Bundessiegerprüfung bis zu Hunderennen und zahlreichen Messeständen. Aber dazu werde ich an dieser Stelle noch einmal separat berichten.

In diesem Sinne: runter vom Sofa, raus in den Frühling! Ob mit oder ohne Hund.

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© Julia Dibbern

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Ein Jahr (es geht voran) – 365 Tage Lüneburg

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