Vertrauen gegen Vertrauen

Meine Eltern müssen wohl einen gewissen Sinn für Humor gehabt haben. Der hat sich mir im Laufe meiner Kindheit zwar nicht immer erschlossen. Aber ich erinnere, dass sich im heimischen Bücherregal einige Werke von Ephraim Kishon, Loriot, Joachim Ringelnatz und Eugen Roth befanden. Mein Vater liebte es, zu besonderen Anlässen Texte von bekannten Autoren „umzudichten“. Erst jetzt wird mir bewusst, dass ich vielleicht von ihm ein gewisses schriftstellerisches Talent geerbt habe. Dabei hatte er immer gehofft, ich könne die kunstmalerische Karriere machen, von der er selbst immer geträumt hatte. Da musste ich ihn leider enttäuschen. 

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Ob wohl diese Zeichnung einst die Hoffnungen meines Vaters weckte, ich könnte in seine Fußstapfen treten?

„Vertrauen gegen Vertrauen“ – diese kleine Geschichte des israelischen Satirikers Ephraim Kishon ist mir bis heute gut in Erinnerung. Sie stammt aus dem Jahre 1979. Zufällig beschäftige ich mich gerade mit Israel und dem Judentum etwas näher, und da fällt mir auf, dass das in der Geschichte erwähnte Passahfest ja eigentlich gar nicht unserem Weihnachtsfest entspricht. Zumindest findet es zu einer anderen Zeit statt. Dennoch steht es so in dieser Übersetzung, und die Geschichte befindet sich in einem Sammelband „Wenn der Christbaum brennt – und andere heitere Weihnachtskatastrophen“. Mag es sich nun um Weihnachten oder ein anderes großes Fest handeln, egal. Eigentlich geht es ja auch in dieser Geschichte in erster Linie um das Schenken. Und um Männer und Frauen.

Die Geschichte ist so aktuell wie nie zuvor, denn wie bereits Loriot feststellte: Männer und Frauen passen eigentlich gar nicht zusammen! Was also schenke ich meinem Partner? Und wie ernst meinen wir es wirklich, wenn wir uns schwören, uns in diesem Jahr nichts, aber auch wirklich gar nichts, zu schenken? Oder, wie mein Mann einen seiner Lieblingswitze zitieren würde: vierspurig oder sechsspurig?

Da einigen von Euch mein Audiofile „Die Falle“ Freude gemacht hat, habe ich doch noch einmal das Sprecher-Equipment herausgeholt und diesen kleinen Text eingesprochen.

In diesem Sinne wünsche ich: Frohe Weihnachten und fröhliches Geschenke auspacken!

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Mehr lustige Cartoons von meinem Lieblingscartoonisten Ralph Ruthe findest Du auf ruthe.de

Titelbild: © Rainer Sturm/pixelio.de (bearbeitet)

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