Von Lüneburg bis nach New York – eine kleine Nachlese der Nacht der Clubs

Das war sie also, die Nacht der Clubs in Lüneburg – für die Hansestadt bereits die dreizehnte, für mich die erste. Hier kommt meine kleine Nachlese:

Aus dem Hanseviertel kommend, lag das blaenk an der Lünertorstraße als Erstes auf unserem Weg. Und da ich den Lünepost-Kolumnisten Ben Boles sowieso unbedingt einmal sehen wollte, begannen wir unsere Tour hier. Was der Entertainer mit seiner E-Gitarre und etwas zusätzlicher Technik auf die Bühne brachte, hat mir wirklich gut gefallen. Eine Mischung aus Eigenkompositionen und Cover-Songs, wobei „Sultans of Swing“ von den Dire Straits ein echtes Highlight war. Auch in der Location haben wir uns sehr wohlgefühlt. Auch wenn dort vermutlich sonst eher ein jüngeres Publikum verkehrt, würde mich das nicht davon abhalten, dort mal wieder einen leckeren Bio-Wein zu trinken.

Weiter ging es ins proppenvolle Schallander am Stintmarkt, aber leider machte die Band  neugierig gerade Pause. Schade, denn die Punk-Version der Lüneburg-Hymne hätte ich gerne gehört. Aber die Zeit vergeht so schnell, und wenn man mehr als ein oder zwei Acts an dem Abend erleben will, muss man schnell weiter. Also machten wir uns auf den Weg in die Krone, wo  Tina & The Troupers auftraten. Hier muss ich sagen, dass ich mich durch die Youtube-Videos auf der Website der Band geradezu arglistig getäuscht fühle. Denn dort hatte ich in die Spät-Achtziger Songs „Teardrops“ (Womack & Womack) und „What I am“ (Edie Brickel) reingehört. Was ich in der Krone geboten bekam, waren allerdings frühe Siebziger wie beispielsweise Creedence Clearwater Revival – den Rest kannte ich nicht. Dem größtenteils Ü60-Publikum (und meinem Mann….) hat es aber gefallen, und musikalisch gab es an der Akustik-Musik mit Akkordeon und Kontrabass nichts auszusetzen. Nur meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Vielleicht hätte mich die Location stutzig machen sollen, denn die Lokale wählen ihre Acts selbst aus.  Vielleicht habe ich aber auch einfach den Achtziger-Teil am Anfang des Abends verpasst.

Genug der Lokalmatadore, nun wollte ich doch endlich einmal Bernd Begemann sehen, der mir wärmstens empfohlen worden war. Entsprechend voll war es auch im Chandler’s Coffee. Es dauerte ein bisschen, bis wir miteinander warm wurden, der Bernd  und ich. Zwischenzeitlich hat er mir einfach zu viel gequasselt. Das hatte aber den Vorteil, dass viele Leute das Lokal verliessen und wir uns weiter nach vorne arbeiten konnten. Dann wollte ich eigentlich gar nicht mehr so richtig weg. Aber einer geht noch, dachte ich mir: ein musikalischer Act – und ein Cocktail. In der BarBarossa war die Frank & Dean Show noch im vollen Gange. Die männlichen Servicekräfte waren stilecht mit Fliege gekleidet und die Songs von Frank Sinatra und Dean Martin passten wirklich hervorragend in diese schöne Kulisse. Zu „New York, New York“ schmeckt der Manhattan nochmal so gut. Als die Musiker nach Mitternacht sogar noch einmal zurück kamen, war klar: zur Aftershow-Party in der Ritterakademie werden wir es wohl nicht mehr schaffen.

Mein Fazit: Es war mit Sicherheit nicht meine letzte Nacht der Clubs in Lüneburg. Ich zähle darauf, dass einige der Interpreten im nächsten Jahr wieder dabei sind, so dass ich nachholen kann, was ich verpasst habe. Um die fehlenden Locations zu erkunden, muss ich aber nicht ein ganzes Jahr warten. Und um in Lüneburg gute Live-Musik zu hören, sicher auch nicht. Die Karten für Jan Plewka und Marco Schmedtje im Salon Hansen am 6. Dezember hängen bereits an der Pinnwand.

Titelfoto: die Frank & Dean Show in der BarBarossa

 

 

 

 

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